Mit Pferden denken

Ilja van de Kasteele

Der etwas andere Reitunterricht

Warum weniger mehr ist!

Diese Bild gefällt mir besonders gut. Es zeigt Anna mit meiner Stute Roma auf der Weide. Es ist entstanden beim Fotoshooting für die Zeitschrift "Mein Pferd" zum Thema "Pferde von der Weide holen".

Anna sitzt da und verbringt Zeit mit Roma ohne etwas zu verlangen. In unserer menschlichen Welt sieht es leider anders aus: In der Leistungsgesellschaft wird von uns - egal ob beruflich oder privat - nahezu permanent etwas verlangt. Dadurch stehen viele Menschen ständig unter Druck. Stress und Burnout sind die Folge. Und weil es für uns so normal ist, nehmen wir diesen Druck, dieses ständig etwas Verlangen mit zu den Pferden. Denen ist das aber vollkommen unwichtig. Ein Pferd will nur eins: Überleben. Damit ein Pferd überleben kann, braucht es eine Herde, Nahrung und Wasser, körperliche Unversehrtheit und die Möglichkeit, seine Beine frei bewegen zu können.

Sie verstehen nicht, warum wir sie halftern, putzen und satteln ohne einmal entspannt durch zu atmen. Sie verstehen nicht, warum wir, wenn Sie etwas gut gemacht haben, beispielsweise richtig anzugaloppieren, es immer und immer wiederholen möchten. Oder direkt zur nächsten Lektion übergehen. Natürlich machen die meisten Pferde diese Art zu arbeiten mit - denn sie wollen uns gefallen.

Aber dann bekommen wir funktionierende Pferde, die allmählich den Glanz in den Augen verlieren. Pferde, die keine Ausstrahlung mehr haben. Das ist nicht meine Art mit Pferden, oder überhaupt mit Lebewesen, umzugehen. Ich möchte lebendige, selbstbewusste und starke Persönlichkeiten mit Ausdruck! Den erhält man aber nur, wenn man nicht ständig etwas verlangt, sondern auch einfach nur einmal Zeit mit seinem Pferd verbringt - wie Anna es hier mit Roma macht.



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© 2013 by Ilja van de Kasteele